Zurück nach Ndutu / 06.02.2026

Veröffentlicht am 6. Februar 2026 um 14:02

Es geht wieder früh auf. Bevor die Sonne aufgeht, stehen wir beim Frühstücksbuffet. Jetzt können wir beobachten, wie die Serengeti langsam erwacht, sich der Himmel rot färbt und auch wir nach dem ersten Schluck munter werden. Dennoch, für mich doch etwas früh um richtig zu Frühstücken. Eine Kleinigkeit, denn der Tag kann lang werden. Wir verabschieden uns kurz vor 7.00 Uhr mit Sack und Pack von Agnes und ihrem Team.

 

Es geht direkt zum Hippo-Pool. Martin möchte heute unbedingt Krokodile sehen und wo sollen die sonst faul rumliegen, als in der Nähe eines Tümpels. Doch auch heute keine Spur von diesen Urtiere. Dafür bekommen wir ein Nilpferd vor die Augen, dass gerade den Teich verlässt und sich auf einen Spaziergang aufmacht. Eher eine Seltenheit.

 

Ja, die Zentral-Serengeti ist in dieser Jahreszeit sehr ruhig. Die Horden Gnus fehlen. Dafür einfach eine endlose Weite. So machen wir uns auf die Rückkehr nach Ndutu. Keine schlechte Entscheidung, denn hier treffen wir unser heutiges Highlight an. So weit das Auge reicht - Zebras. Kannd das sein? Wir haben letztes Jahr bereits eine sehr sehr grosse Gruppe Zebras angetroffen. Aber das! Martin schätz es auf rund 300'000 Tiere. Zählen ist unmöglich. Wir benötigen eine Halbestunde um die Gruppe hinter uns zu lassen. Genial und ein tolles Schauspiel. 

 

Unterdessen wurde es Nachmittag und Zeit für eine kleine Pause. Und so machen wir es uns unter einem grossen Baum im Schatten bequem. Ich quäle Martin wieder mit Suhaeli-Wörter. Jeden Tag muss er ein, zwei Wörter mehr lernen. Tja... war ja seine Idee, die Sprache zu lernen. Heute sind wir bei den Zahlen. Bis vier gehts schon ganz gut. Bravo.

 

Nun müssen wir wieder beim Serengeti-Gate auschecken. Ein riesen Tumult ist hier. Viele Autos, viele Touristen, ein herrliches Schauspiel. Doch kaum sind wir wieder losgefahren, wird es dunkel und düster. Der Regen kündet sich rassant an. Mann! Wir schliessen unser Dach und Bosco gibt so richtig Gas. Anscheinend haben wir nur noch 10 Minuten Zeit, dann muss er sich wieder beim Ngorongoro-Gate anmelden. Der Regen brasselt jetzt runter. Die sehr staubigen Strassen verwandeln sich in Sekunden in Schlamm und Matsch. Das Auto rutsch umher. Ach, ist das gut, dass wir nicht selber fahren. Die Impala rechts und links sputen mit uns mit. Wahnsinn, was die für eine Geschwindigkeit aufbringen können. Wir schätzen bei Gefahr bringen diese kleine Rehchen 60 km/h raus. Doch wir sind on-time und wieder in der Ndutu-Region. Leider rieselt es immer noch. Dennoch können wir es nicht lassen und folgen der Blechlawine. Das Wetter schlug wohl auch gewissen Fahrer auf das Gemüht. Keine schönen Worte wurden laut ausgesprochen, als nichts mehr vorwärts ging. Doch irgendwann kamen wir dann an die vier Löwen. Zwei Päärchen, wohl auch in Honeymoon für die nächsten paar Tagen. Faul liegen sie herum und interessieren sich nicht die Bohne, dass ein Auto nach dem Anderen an ihnen vorbei fährt. Für mich immer wieder erstaunlich.

 

Dann entschliessen wir zur Lodge zurück zu kehren. Und so erreichen wir bereits um 16.00 Uhr die Olakira-Migration-Camp by Asilia. Es ist ein Zeltlager, aber auf hohen Niveau. Theoretisch, könnten wir heute unsere Better hinausschieben und unter dem Sternenhimmel schlafen. Machen wir das? Wir sind noch etwas unschlüssig. Der Himmel sieht wieder viel versprechend aus und in den letzten Nächten konnten wir immer die Sternen zählen... Mal schauen. Nun geniessen wir mal ein feines Glas Roséwein mit Käsegrissini. Njami. (Grissini und ich... geht immer) und dann schauen wir weiter. Es macht uns nur schon glücklich, dass das Wetter wieder gut ist und somit am Abend ein Campfeuer gibt. 

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