Besuch bei den Ranger / 05.02.2026

Veröffentlicht am 5. Februar 2026 um 14:21

Glücklich gingen wir letzte Nacht ins Bett. Ein riesiges Lagerfeuer haben uns die Maasai herbei gezaubert. Immer in der Nähe von uns und ein Auge auf die Wildniss. Wir fühlten uns sicher. Noch wussten wir nicht, das ganz viele Hyänen in der Nähe waren. Der Maasai hat uns die Tierchen aber mit Stolz gezeigt. Ganz viele grün leuchtende Augenpaare schauten uns an. Ja, die fühlen sich hier bei der Kubu Kubu Tended Lodge auch sicher und haben hier ihr Schlafplatz. Das gleiche gilt für die Impala's, die sich auf der anderen Seite der Lodge niedergelassen haben. Für uns definitiv keine Gefahr. Und so vielen wir schlussenlich mit den Tierlauten im Ohr in den Schlaf.

 

Ausgeruht geht es heute los. Wir fahren in den Westen der Zentral-Serengti. Drei Stunden dauerte unsere Fahrt bis wir unsere "alte" Lodge vom letzten Jahr erreichten. Pippi-Stopp ist angesagt. Kevin erkannte uns sofort. Wir staunen immer wieder. Doch wir wollen weiter. 15 Kilometer geht es weiter bis wir unser heutiges Tagesziel erreichen - Rangerposten Nyamuma. Wir haben Glück, dass die Regenwolken gestern weitergezogen sind. Anderfalls hätten wir keine Chance mit unserem Toyota Land Cruiser gehabt. Dennoch wartet ein voll geladenes Rangerauto ein paar Kilometer vom Post entfernt auf uns. Wow, so viele Männer erwarten uns und wir dachten, sie hätten keine Zeit und auch keine Freude auf fremde Besucher. So kann man sich irren.

 

Wir kommen an. Und gleich werden schöne, saubere Plastikstühle für uns herangetragen. Gespannt schauen sie uns an. Okeee, was wird jetzt von uns erwartet? Martin? Was möchtest du jetzt alles wissen? Doch auch er ist etwas perplex. Diesen Empfang haben wir nicht erwartet. Eigentlich würde ich ja gerne die Wohnung, Schlafsaal, Bad, Küche alles sehen. Aber schon etwas frech und persönlich und so schränken wir uns auf ein paar Fragen ein. Sie sind sehr hervorragend. Springen gleich auf, zeigen, holen und beantworten. Nun will Martin aber die kaputte Brücke sehen. Immerhin Sammelt unser Verein "FREUNDE DER SERENGETI SCHWEIZ" (www.serengeti.ch) Gelder um eine neue Brücke zu Bauen. Übrigens, auch eine gute Spendensache! Darf man auch von den Steuern abziehen :) Drei Brücken sind unterdessen schon kaputt. Nun wird diskutiert, welche wieder aufgebaut werden soll und wie. Ein langer Prozess. Schade. Denn in dieser Zeit müssen sie einen langen Umweg fahren um die andere Seite zu bewachen. Bei der Regenzeit unmöglich und die Wilderer haben freie Bahn!

Ja, die Jungs machen einen top Job, aber ein harter Job. Sie zeigen uns auch die Drahtschlingen die sie immer wieder finden um Tiere zu fangen oder gar strangulieren. Langsam wird es Zeit, dass wir weitergehen. Doch zuerst geben wir noch unsere "Geschenke" ab. Was bringen wir den Ranger mit? Wir wurden informiert, dass sie nichts brauchen... nächstes Mal informieren wir uns noch an anderen Orten. Doch Schweizerschokolade nimmt ja jeder Gern. Sie schmilzt hier zwar schnell, aber ist sehr teuer zu bekommen. Also, für jeden Ranger zwei Tafeln Schokolade und für den kleinen Hunger Darvida. Glücklich lassen wir den Rangerposten hinter uns. Obwohl sie uns gerne noch länger als Gast beherbergt hätten... wir kommen wieder... es wird nicht die letzte Reise in Tansania sein.

 

Es geht zurück zur Lahia Tended Lodge und Kevin. Unterwegs schauen wir gespannt aus den Fenster und werden belohnt. Okay, Bosco hat ganz klar die besseren Augen, aber wenn er das Fernglas hervornimmt, bin ich auch schnell in Stellung. Wir sehen drei, nein vier Löwinen. Die Fahrt geht los... doch leider sind hier die Löwen nicht so an Autos gewohnt und wollen verschwinden. Eine ganze Gruppe steht auf inkl. Kinder und verschwinden im hohen Gras. So etwas doofes. Aber wir konnten noch zählen. Schlussendlich waren es mind. 10 Löwen inkl. Kids. Nun sind wir bei 75 Löwen angekommen ohne das Männchen, dass gemühtlich unter dem schattigen Baum liegt. Nun geht es aber definitiv zurück. Dieses Mal machen wir einen längeren Halt. Obwohl wir keine Gäste sind dieses Jahr, bekommen wir ein Glas Champagner. Ohne zu Zahlen oder sonst was. Wow. Selbstverständlich? Nein, sicher nicht. Auch in Tansania nicht.

 

Nun geht es zurück zur Kubu Kubu Tended Loge. Wir haben nun Halbzeit. Das Wetter ist top. Wir möchten einmal entspannen, Beine hochlegen und Pool geniessen. Darum gehts heute früh in die Lodge. Die Fahrt zurück war dann weniger lustig. Scheiss Bremen und beissende Fliegen. Ein Kampf und viele, viele Stiche. Diese Viecher verfolgen uns bis zur Lodge. Ein graus.

 

Und so sitzen wir um 16.00 Uhr faul am Pool mit einem deutschen Paar. Geniessen die warmen Temperaturen, Martin das kalte Pool, ein Glas Weisswein,  die herrliche Aussicht auf die Serengti und die pfeiffenden Vögeln. Die Lodge soll heute einige Gäste haben, so das wir ein Buffet bekommen. Wir sind gespannt... Obwohl das Essen hier top ist, freut sich Martin bereits auf die Nacht und die leuchtenden macho ya fisi (Suhaeli: Hyänen-Augen).

 

Es ist 18.00 Uhr und wir müssen unser Platz vom Pool in die Lobby/Restaurant verschieben. Schade. Leider kommt eine Regenfront. Ich freue mich darüber gar nicht. Aber die Natur hat es bitter nötig. Und was solls... lieber jetzt als Morgen durch den Tag. Also sind wir nun hier und geniessen das Apero mit Chips und Popcorn. Agnes - Managerin von der Lodge - kommt auch noch zu einem Schwatz vorbei. Was wollen wir mehr, denn in der Ferne wird es bereits wieder hell. Vielleicht klappt es dann auch noch mit dem Campfeuer. Falls nein, gibt mir Martin im Bett bestimmt wärme ab.

 

Also dann, bis Morgen... dann geht es zurück in die südliche Serengeti zum Olakira-Migratonslager (offen vom Dezember bis März). Wir sind gespannt, ob es eine Eimerdusche oder richtige Warmwasserdusche gibt. Was auch immer, wir geniessen die Serengeti.

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