Früh am Morgen bin ich schon wach. Die Vorhänge vor den Fenster sind sehr dünn und dementsprechend hell. Der Wind ist weg. Wieder erwartet uns ein wunderschönen Sonnentag. Vor dem Frühstück machen wir noch mit Hannah einen Rundgang über die Farm/Lodge und ihr Land. Erster Halt ist bei den Hühnern. Wie dürfen unser Frühstückseier selber aus dem Stall holen. Mal was anderes. Sie sind noch ganz warm und die Hühner? Denen ist das pipegal. Wir können sie sogar streicheln. Ich habe noch nie ein Huhn gestreichelt. Eine neue Erfahrung für mich und Martin. Die Rundreise geht weiter. Wir laufen nicht das ganze Grundstück ab. Es ist doch etwas gross mit 17 Hektare. Davon sind 7 geräumt, bepflanzt und verbaut. Jetzt aber zum Frühstück, die Jungs waren schon fleissig. Brot, Früchte, Yoghurt und weiteres standen bereit für uns. Auf das Rührei und der frisch angerührte Marudzi-Kaffee müssen wir noch etwas warten. Ich bin ja kein Freund von Anrührkaffee. Aber doch, dieser hier war richtig gut.
Gut gestärkt dürfen wir noch etwas verdauen bis wir um 10.00 Uhr zur Kaffeeplantage los laufen. 30 Minuten Marsch lagen vor uns. Wir genossen die Bewegung. Der Weg und die Landschaft ist schön. Die Stimmung ist ausgelassen und so erreichen wir die Plantage von Steve. Es ist ein grosses Areal mit verschiedenen Kaffeepflanzen. Da erfahren wir auch dass Steve mit Nespresso zusammen arbeitet. Interessant. Kaffee kaufen wir keinen. Wir haben ja unsere Nespressomaschine und nicht den Durchlaufkaffee.
Um 13.00 Uhr sind wir wieder zurück bei der Lodge. Freizeit. Kein Programm ist mehr angesagt. Was soll ich jetzt machen? Langweile in den Ferien... geht ja gar nicht. Wir sitzen mal auf die unsere Terrasse und geniessen die Temperaturen - ohne Wind. Um 15.00 Uhr habe ich mit Leonie und Hannah abgemacht. Wir wollen nochmals Klettern gehen. Also wir wollen nicht nur, wir gehen auch nochmals klettern. Eine schöne Stunde probieren wir unser Glück. Manchmal erfolgreich, manchmal weniger. Am Schluss spüren wir unsere Oberarme ziemlich. Aber es hat Spass gemacht!
Jetzt haben wir die Wahl - eine Dusche zu nehmen oder in der Küche zu helfen. Mhhh, schwere Entscheidung für mich. Das warme, erfrischende Wasser hat gesiegt. Danach wollen wir aber noch helfen gehen. Aber bis wir zurück waren, ist schon alles getan. Pech oder Schade? Ja, das ist jetzt die grosse Frage.
Also setze ich mich auf die Terrasse. Der doofe Wind ist zurück. Aber die Sonne scheint und wärmt noch. Hier bin ich also und schreibe diesen Blog. Das Leben könnt wirklich härter sein :) Jetzt sind noch Musiker gekommen. Der Anführer sieht aus wie ein Jamaicaner, der Rest wie Afrikaner. Eine CD müsste ich jetzt definitiv nicht haben. Aber ja, das Trommeln ist für den Moment okay und das Singen ist nicht leid.
Die Sonne strahlt uns immer noch rot-orange aus dem Dunst an. Der Wind nervt mich (mag ich auch in der CH nicht) aber der Pulli braucht noch nicht gerade. Hätte ich aber alles bereit zum anziehen. Jetzt freue ich mich auf einen schönen, gemütlichen Abend. Übrigens, gestern gab es Lasagne. Njami. Heute gibts Rösti. Merkt man, wer die Lodge führt?? Und am Schluss findet man uns zu 100 % am Lagerfeuer. Motto, Motto, dass darf in unseren afrikanischen Ferien einfach nicht fehlen.
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