Heute sind wir überpünktlich mit Sack und Pack auf dem Parkplatz (jaaa, wir haben immer ein paar Minuten länger gebraucht als der Treffpunkt war... haben doch Ferien...). Doch heuten wollten wir zeigen, dass wir auch wie eine schweizer Kuckucksuhr sein können. Aber wo ist er? Wir verstauen unsere Taschen im Kofferraum, schliessen alles säuberlich zu und dann kommt er auch. Etwas erstaunt. Ziel erreicht. Jetzt können wir wieder die Beine hoch lagern.
Das Wetter sieht viel versprechend aus. Mit geschlossenen Dach und ziemlich Tempo machen wir uns auf zum Ngorongoro Kater. Es ist nicht mein Nationalpark. Ich könnte gut darauf verzichten. Es wurde aber eingeplant und so gehts jetzt in diesen zusammengebrochenen Vulkanberg. Geschichtlich sicher interessant, immerhin liegt das über 18 Millionen Jahre zurück. Es sieht aus wie ein grosser Suppentopf. Der Kraterboden liegt auf etwa 1700 m, und die Seitenwände sind zwischen 400 und 600 Meter hoch, so dass die Kraterkante auf etwa 2300 m liegt. Scheint die Sonne nicht. Ist es ziemlich kalt, so wie die letzten beiden Male. Der Durchmesser des Kraters beträgt zwischen 17 und 21 Kilometer. Insgesamt hat der Krater eine Fläche von 26400 Hektar. Von oben herab sieht man einfach nur Grün mit ein bisschen See. Kommt man runter, da empfangen einem dann die Tiere.
Ich wurde heute wortwörtlich positiv Überrascht. Die Sonne scheint. Es ist warm. Schon mal zwei wichtige Pluspunkte bei mir. Wir sind noch nicht unten, da gibt es bereits einen Halt. Quer über die wiese liegt eine Löwin mit ihren drei Kindern. Süss. Aber zu weit weg um wirklich gute Fotos zu schiessen. Wir haben diese Male über 120 Löwen gesehen, also geht die Fahrt schnell weiter. Unsere Mission: Nashörner. Ohne diese will Martin nicht weg. Im Krater hat man die besten Möglichkeiten diese rare Tierart zu sehen und im Januar sollen sie ja auch relativ nah sein, da es überall ein bisschen Wasser hat. Wir machen ein paar Halts. Büffelherden, Kronenkranich, Gnu und Zebras. Die Flamingos dürfen natürlich auch nicht fehlen. Und dieses Mal sind sie auch ziemlich Pink. Da muss einfach ein Foto in den Kasten. Dann sehen wir eine grosse blechende Schlange von Jeeps. Dort muss ein Highlight sein. Dort müssen die Spitzmaulnashörner sein. Und es sind zweit. Immer noch relativ weit weg. Aber doch die nächsten die wir in der wilden Natur von Tansania sehen. Ein dunkles und ein graues liegen im Gras. Wir verweilen eine ganze Weile hier. Es lohnt sich. Sie stehen auf und marschieren auch etwas. Aber natürlich nicht in unsere Richtung. Schade. Irgendwann nehmen wir dann doch die Fahrt wieder auf. Es geht nicht lange und dann sehen wir wieder in der Ferne viele, viele Autos stehen. Nochmals Rhinos? Nee, Löwen. Auf gehts. Zu meinen Tieren. Doch zuerst machen wir noch einen weiteren Halt. Da ich im Auto stand habe ich zwei Schakale entdeckt. Süsse Tiere. Ein interessantes Schauspiel bekommen wir vor die Augen. Eine ganze Gruppe Hiebeared Füchse jagen sie davon. Diese haben wir noch nie gesehen. Toll. Und dann gehts zu den Löwen. Drei männchen liegen faul im Gras. Kurze Zeit später laufen sie dann davon. Es wäre ein tolles Foto gewesen, hätten sie uns nicht den Hintern gezeigt. Es wird Zeit. Wir gehen Richtung Ausgang des Kraters. Unsere Mission ist erfüllt und wir haben noch einen langen Weg vor uns. Dennoch gibt es noch ein Halt. Am Waldrand, soll es graue Tiere haben. Feldstecher her. Tatsächlich. Nochmals drei, nein vier, auch quatsch, fünf Nashörner sind zu sehen. Sehr weit weg. Aber mit dem Feldstecher klar zu erkennen und so verlassen wir den Krater mit sehr guter Laune. Es war sonnig, warm und die gewünschten Tiere haben sich blicken lassen. Was will man noch?
Unsere Fahrt zur Tarangire Nationalpark dauerte rund 3.5 Stunden inkl. zwei bis drei Pausen. Dann haben wir unsere Lodge erreicht - unsere letzte für diese Reise. Die Unterkunft liegt nur wenige Minuten vor dem Nationalpark-Eingang. Eine tolle Sicht auf den See und die Natur. Wir geniessen noch etwas unsere Terrasse mit den natur Geräuschen, bevor es unter die Dusche geht. Vögel zwitschern, die Zebras grasen rund 15-20 Meter vor uns und geben ihre Laute von sich. Also nochmals runterfahren, nichts denken und relaxen. Anscheinend sollen ja auch die Elefanten in dieses Camp kommen. Wir lassen uns überraschen. Haben aber ein gutes Gefühl...
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