Zu den Bvumba-Bergen / 16.09.2026

Veröffentlicht am 16. September 2026 um 16:28

Nach einer extrem windigen Nacht stehen wir unter die warme Dusche. Die Betten sind hier wirklich hart und die Knochen spüren wir. Durch das warme Wasser hoffen wir dass alles wieder in die Gänge kommt. Wir geniessen das frischgebackene Brot, mit selbstgemachtem Käse, Avocado und natürlich wieder Rührei von den eigenen Hühnern. Gestärkt nehmen wir die Fahrt zu den Bvumba-Bergen auf.

Angekommen begrüsst uns wieder der wundervolle, starke Wind. Mano. Ich bin wirklich kein Windfan und schon gar nicht von diesem. Bei einer so richtige Windböe muss ich gleich einen Schritt nach hinten machen. Es fegt einem fast weg. Nichts desto trotz nehmen wir den Weg auf den Berg auf uns. Es gäbe schöne Plätzchen zum Verweilen. Aber nicht heute bei diesem Wetter. Okay, ohne Wind wäre es dann wieder sehr heiss. Was dazwischen wäre wohl perfekt... Wir gehen ganz hinauf. Geniessen den Ausblick und fragen uns warum es hier einen Golfplatz geben muss. Die Einheimischen spielen es bestimmt nicht und der Tourismus in Simbabwe liegt bei 6%. Also eigentlich nix. Und trotzdem ist es bereits der Zweite. Wir lernen noch etwas über die Berge wie Namen und Bedeutung, die Höhe und dann gehts zurück. Runter vom Hügel, weg vom Wind in den Schutz des Sprinters.

Nächster Halt ist der botanische Garten. Das Areal ist schön. Wir machen einen Rundgang. Ich staune etwas dass so viele australische Pflanzen hier wachsen. Jetzt fehlen nur noch die Koalabären. Denn die Eukalyptusbäume gibts hier mit einer stolzen Höhe. Vielleicht nicht gleich 100 Meter wie es möglich wäre, aber sehr hoch. Nach dem Rundgang ist bereits der Mittag eingebrochen und wir machen unsere Picknickpause. Wie normal essen Martin und ich nichts. Doch ein Ginger Beer (ohne Alkohl) ist jetzt sehr erfrischend.

Wir starten ins nächste Abendteuer. Es geht zu Toni. Dort soll es Kaffee und Kuchen geben. Was sich für viele fein und vielversprechend anhört, bleibe ich zurückhaltend. Schon zu viele Sachen erlebt. Ein schöner, gepflegter Garten liegt vor uns. Toni ein waschechter Englänger begrüsst uns freundlich und schildert seine Angebote in den schönsten Farben. Ein Genuss. Ich geh auf Nummer sicher und nehme nur eine Limonade. Martin wagt sich an ein Moccachino. Claudia und Leonie sogar an einen Kuchen. Es kam wie ich es mir vorstellte. Zum Kaffee: Die Preise ho, der Geschmack bo. Der Kuchen riesig, üppig und natürlich mit viel Schlagsahne. Jaja, mein Bauchgefühl ist doch oft das Richtige :) Die Limonande war köstlich.

Jetzt wollen wir noch zum Baby-Wasserfall. Nyachowa Falls. Ein kurzer Weg. Aber ich weiss jetzt gar nicht was uns mehr gefreut hat. Der Fall oder die Affen die wir unterwegs sahen? Jedenfalls war es ein schöner Abschluss. So fahren wir zurück zu unsere Lodge. Ein voller Tag mit vielen Eindrücken und einer vollen Blase! Da kein Tourismus vorhanden ist, sind die Toiletten auch sehr rar. Aber das schaff ich!

Jetzt sind wir zurück. Sitzen auf der Terrasse und geniessen nochmals den Abend auf einer Höhe von 1330 Meter. Die Sonne sehen wir nicht mehr. Sie ist im Rauch untergegangen. Es herrscht aktuell Trockenzeit, es braucht nicht viel und die Natur fängt Feuer oder es wird selbst angezündet. Man riecht es und sieht es. Morgen geht es dann wieder in tiefer Lage. Ich freue mich - kurze Hosen, warme Abende und weitere Abendteuer. Doch heute sind wir noch hier. Sehen bereits den Mond am Himmel, geniessen unseren Apero bis es dann um 19.00 Uhr Nachtessen gibt. Das Campfeuer wird Martin bestimmt noch bestellen. Dann sind wir mal gespannt, ob er es in den nächsten Camps auch bekommt.

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