Eher schlecht als recht haben wir beide diese Nacht geschlafen. Warum? Vielleicht zu viel schlaf in den letzten Tagen, vielleicht zu viel gedöst auf der Fahrt hier hin oder vielleicht ein etwas gewohnheitsbedingtes Bett. Ein riesen Bett, dass kann ich euch sagen. Denn mit meiner wahnsinnsgrösse von stolzen 160 Zentimer bin ich doch mit den Füssen über den Rand gekommen. Doch gegen Morgen konnten wir dann doch noch schlafen, aber es war auch okay, als wir dann aufstehen konnten. Das Frühstück eher afrikanisch, auch wenn es diese scheusslichen, englischen, süssen Bohnen gab (die wir so oder so nicht nehmen). Es gab Reis, Karotten, Maiskolben und viele Würste. Doch auch noch Toast und Ei. Und für genau für diese zwei Dinge habe ich mich entschieden. Toast mit Tomaten-Käse-Omlett. Es reichte völlig aus und so starten wir unser Tour um 8.00 Uhr.
Great Zimbabwe. Eine historische Ruinenstadt aus dem 11. bis 15. Jahrhundert und heute auch ein UNESCO-Weltkulturerbe. Es war das politische und religiöse Zentrum sowie die Hauptstadt des Munhumutapa-Reichs. Heute besser als Königreich der Shona bekannt. Das Reichtum stammt aus dem Gold- und Elfenbeinabbau. Der König wohnte natürlich hoch oben, so dass er auf sein Reich und seine Frauen schauen konnte. Der letzte König besass stolze 200 Frauen oder wie gewisse Männer es audrücken würden... 200 Probleme. Hahaha. Schön, dass Martin dieser Aussage überhaupt nicht zustimmen kann.
Wir laufen den Hügel hinauf. Bestaunten die Ruinen. Geniessen die Aussicht, das Echo, die Bäume mit den bunten Blüten, die warmen angenehmen Temperaturen. Die Bewegung geniesse ich natürlich aber auch die guten Gespräche. Ins schnaufen komme ich nicht wirklich wie Andere. Aber wir haben Zeit. Kurz vor dem Mittag sind wir wieder auf dem Parkplatz und nehmen die nächsten 400 Kilometer auf uns. Es ist eine lange Strecke. Aber wir nehmen es gern auf uns. Es geht in die afrikanische Natur. In die Welt, die wir so lieben. Ja, wir haben bereits die Hälfte unseren Ferien durch. Doch jetzt kommt der zweite Teil. Der Teil, auf den ich mich schon immer gefreut habe. Und ich bin froh, dass wir diese Reise gebucht haben. Die Highlights sollen am Schluss kommen. Dennoch, diese Reise wird meistens umgekehrt durchgeführt...
Um 17.00 Uhr haben wir unsere Big Cave Camp erreicht. Ein schönes Camp auf Steinen. Als wir zum Zimmer gebracht wurden konnten wir die ersten Klippschliefer und Spitzmäuse sehen. Herrlich. Im Zimmer hatten wir zwei kleine, schwarze Eidechsen. Das Personal entfernte sie gleich. Aber die sind ja süss. Haben wir zu Hause auch und unser Chili liebt es ja diese ins Haus zu nehmen... lieber diese als so hässliche, schleichende Tiere oder Mücken.
Jetzte sind wir in der Lodge/Bar, geniessen einen Rosé, ein paar Snacks und warten bis die Trommeln geschlagen werden. Das Zeichen für das Nachtessen. Dort bekommen wir dann auch das Briefing für Morgen. Zeit, Kleidung, Ausrüstung...
Das Campfeuer habern wir auch schon besichtigt. Dort werden wir heute sicher noch hingegen. African-Feeling is back!
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