Wir haben gestern das Lagerfeuer richtig genossen. Wieder hatten wir tierischen Besuch. Doch gegenüber dem Vorabend, als ein grosses Skorpion vorbei kam und um mein Stuhl krabbelte, sahen wir gestern einfach mal Schatten. Die Schatten waren gross. Es sah im flackerndem Licht etwas gespenstisch aus. Dann zeigen sich die vier Tierchen - Klippschliefer. Die wärme vom Feuer hat sie angezogen. Nah kamen sie nicht. Dem Mensch trauen sie wohl nicht ganz. Am späten Abend gehen wir dann in unser Hexenhäuschen zurück und schlüpfen unter die Decke. Mit dem laut, rauschenden und pfeiffendem Wind schlafen wir ein bis wir heute Morgen von der Sonne aus dem Schlaf geholt werden.
Wir nehmen es gemütlich. Frühstück soll es wieder um 7.00 Uhr geben. Doch wie gestern Morgen waren sie ziemlich überrascht das Gäste hier sind und essen möchten. Also gehen wir noch unsere Rechnung begleichen. Bis dann war auch der Kaffee gekocht, der Saft bereit und der Rest wird auch langsam bereit gestellt. Heute Morgen werde ich mich nicht grossartig vom Buffet bedienen. Wir haben vor zwei Tagen Avocados gekauft. Die wollen wir jetzt essen. Eine riesen Avocado gegenüber unseren. Toastbrot steht bereit. Die Frucht wird halbiert und man staune nicht schlecht. Sie ist weich, ohne schwarzen Punkte und der Kern in der Mitte hat die gleiche Grösse wie bei uns. Ja dann können wir uns satt essen. Wirklich lecker.
Jetzt wird es Zeit aufzubrechen. Es geht Richtung Nordwesten, Richtung Endziel, Richtung Viktoria Fälle. 310 Kilometer müssen wir heute abfahren. Kein Problem, dachte ich, hatten bereits längere Strecken. Aber nicht mit diesen african-road. Die Strassen wurden vor über 80 Jahren von den Engländer gebaut. Seit dieser Zeit stehen sie hier, werden benutzt und nichts gemacht. Zum Teil ganz schlimm. Es ist die Einzige Verbindung vom Süden in den Norden zu kommen. Die Eisenbahnstrecke haben die Bewohner ja einst sabotiert. Sie wollten Lastwagenfahren... und so hüpfen wir auf und ab in unserem Wagen, Meter für Meter, und meine schlaue Uhr sagte mir vor dem Mittag, dass ich all meine Bewegungs- und Fitnessziele erreicht haben. Super gemacht, Tamara!
Wir kamen gut durch. Keine Panne, keinen platten Reifen, nur ein länger Halt bei einere Polizeikontrolle. So kommen wir doch noch vor dem Sonnenuntergang bei unserer neuen Lodge an. Hier sollen ja die Elefanten ab und zu vorbei laufen und aus dem Pool trinken. Schön wärs. Glaube aber noch nicht ganz daran. Es wurde eine neue Strasse gebaut. Die sehr befahren ist, laut ist, und bestimmt die Tiere verscheut. Aber toll wärs... Die Lodge ist gross. Der Pool ist klein, aber sieht sauber aus. Man könnte vieles daraus machen. Zur Arbeit sind die Sinbabwer aber nicht geboren... Wir geniessen jetzt erstmals den Abend. Die Temperaturen sind angenehm und der Wind... der Wind ist weg! Herrlich. Mal schauen ob wir heute noch Tiere vor das Gesicht bekommen und sonst haben wir ja noch ein paar Tage. Um 19.00 Uhr soll es das Nachtessen geben. Wir mussten bereits bei der Ankunft vorbestellen. Ob es klappt?
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