Fazit

Veröffentlicht am 26. September 2026 um 15:49

Wir flogen mit der Ethiopian Airline das erste Mal. Die Rezessionen waren gut. Also testen wir diese Gesellschaft einmal, auch wenn wir diesen Zwischenstopp in Mailand nicht so sexy fanden. Es war das Erste und wird das letzte Mal sein. Sehr chaotisch, nicht sonderlich freundliche Crew, die Essensauswahl sehr begrenzt mit zwei Menu - davon Poulet oder Fisch. Was ist mit den Vegis? Wie viele Essen Fisch? Und so kam es, dass im Hinteren Teil des Fliegers nur noch Fisch zur Auswahl stand. Das Poulet war schnell aus. Das Englisch war ein Rätselspiel. War das jetzt englisch oder äthiopisch? Beim Rückflug waren wir fast 30 Minuten zu früh. Wir durften aber nicht landen und so flogen wir drei Mal Kreise bevor es zum Flughafen Addis Abeba ging. Ist das zu glauben? Der Heimflughafen lässt die eigene Maschine nicht früher landen als geplant. Das Aussteigen war dann auch jedes Mal eine langweilige Sache. Mindestens 30 Minuten muss dafür eingeplant werden. Und so kam es das beim Hin- wie auch Zurückweg einige Passagiere ziemlich ins Schwitzen geritten, ob es für sie überhaupt noch reicht. Wir bleiben Qatar treu. Mehr Platz, Freundlichkeit, keine Zwischenstopps, Pünktlichkeit und man versteht die Durchsagen.

Simbabwe war einst das wirtschaftlich stärkste Land Afrikas. Ende 2008 waren aufgrund von Hyperinflation, Devisenknappheit, fehlenden Investitionen, Import- und Exportrestriktionen und Energieknappheit alle Wirtschaftsbereiche nahezu vollständig zum Erliegen gekommen. Davon erholte sich das Land bis heute nicht und das merkt man. Der Wille im Kopf - weiter zu kommen - fehlt dazu. Geld nehmen, ja sehr gerne, etwas machen und aufbauen, das dann aber nicht. Man hat ja im Moment genug zum Leben. Die Engländer haben einst vieles aufgebaut wie die Strassen oder Hotelanlagen. Diese gibt es heute noch. Mal besser, mal schlechter. Doch was mir im Herz am meisten Weh macht ist der Abfall überall im Land verteilt. Dazwischen grasen Kühe, Esel, Ziegen. An den touristischen Orten ist alles sauber, die Abfalleimer werden benutzt und fast nichts liegt auf dem Boden. Warum? Hier sind Ausländer vor Ort, keine Einheimische. 

Unser Reiseunternehmen sucht jeweils immer ein Sozialprojekt in den einzelnen Länder. In Simbabwe fehlt dieses noch. Sie hatten bereits zwei, drei Projekte unterstützt. Doch nach dem das Geld geflossen war, ging nichts mehr und wurde nicht mehr gearbeitet. Also wurden bzw. musste man es wieder abbrechen. Sie leben ganz nach ihren Traditionen. Jemand ist Häuptling oder Prinz. Der Rest der Gruppe/Bewohner haben nichts zu sagen und gehorchen ihm. Andere Länder andere Sitten und doch irgendwie Weltfremd in der heutigen Zeit.

Das Land kann sich zu 90% selbst ernähren mit Gemüse und Früchten. Dennoch bekamen wir die feinen Früchte selten vors Gesicht. Ausser man ist selbst auf dem Markt und kauft sich welche ein. So wie wir mal mit der Avocado. 

Der Gwango-Nationalpark ist mit seinen 14'651 Quadratkilometer der grösste Park von Simbabwe. Die Tiere können sich gut verteilen. Wir haben natürlich um einiges mehr erwarten, als ein paar trinkende Elefanten, ein paar Giraffen zwischen den Bäumen, ein einzelnes Zebra und zwei Löwendamen. Sogar Impala die man normalerweise in diesen Nationalparks überall sieht... fast keine. Ob es vielleicht daran liegt, dass gleiche neben der Landesgrenze ins Sambia die Hunting Area ist? Natürlich sind wir mit der Serengeti verwöhnt. Aber bei einem Reisebeschrieb mit Tiere, Tiere und nochmals Tiere erwartet man einiges mehr.

Und so kam es, dass die Victoriafälle das Highlight der Reise waren. So ein reissender Wasserfall hat natürlich schon sein Reiz. Wir sind glücklich, dass die Fälle am Schluss und nicht am Anfang der Reise auf dem Programm standen. So kamen wir zu einem guten Abschluss in einem schönen Hotel und gutem Essen. Und flogen nach diesen zwei Wochen gerne wieder nach Hause.

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