Wir geniessen die Nacht. Das Hotel ist auch schon etwas in die Jahre gekommen. Das Personal ist aber freundlich und zuvorkommend. Die Zimmer gross, die Betten bequem und für mich ganz wichtig - es gibt richtige Vorhänge. Endlich wieder einmal ein richtig dunkles Zimmer zum Schlafen. Herrlich! Man hätte eine Bootstour von zwei Stunden buchen können. Haben wir nicht getan. Und so können wir den Tag total entspannt angehen. Okay, eigentlich die ganzen Ferien war fast ausschlafen angesagt. Aber hier geniessen wir es einfach mehr. Tolle Terrasse, angenehme Temperaturen, Frühstück draussen, Vogel gezwitscher, Buffet, richtiger Kaffee (Jura-Kaffeemaschine) und Früchte. Endlich komme ich wieder zu einem Stück Papaya. Die Eierspeisen müssen bestellt werden und haben ultra lange. Aber wir haben ja Zeit. So werden wir es Morgen auch machen. Nochmals geniessen und reinhauen. Den ganz ehrlich... das Essen bei der Ethiopian Airline ist nicht wirklich unser Ding.
Um 9.00 Uhr gehen wir zum heutigen Higlight. Die Viktoria Falls. Für mich das grösste Highlight der Reise. Auch wenn wie die Fälle vor rund 11 Jahren bereits gesehen haben, für mich ist und bleibt es ein unvergesslichen Augenblick. Und jetzt noch etwas "Klugscheisserisch"... am 16. November 1855 entdeckte der schottische Missionar David Livingstone den Wasserfall. Für ihn das schönste, das er in Afrika zu Gesicht bekam. Zu ehren seiner Königin nannte der den Wasserfall Victoria. Die Einheimischen hingegen nennen die Fälle auch heute noch Mosi-oa-Tunya (donnernder Rauch). Das Wasser fällt zum Teil 108 Meter in die Tiefe. 10'000 m³/s kommen anfangs Jahr über die Schlucht. Heute zum Ende der Trockenzeit, September/Oktober, sind es nur nur 170 m³/s. Es hat seine Vorteile. Man sieht mehr, wird weniger nass. Aber dafür gibt es auch Stellen ganz ohne Wasser. So, kommen wir zurück auf den heutigen Tag. Wir gehen also in den Park. Stolzer Eintritt mit 58 Dollar für ausländische Touristen. Die Sinbabwer kommen massiv günster weg. Huiii, würden wir das in der Schweiz machen, wären wir ja die grössten Rasisten. 16 Aussichtspunkte gibt es. Jeden Punkt klappern wir ab. Wir haben keinen Stress. Fotos werden geschossen. Ab und zu bekommen wir eine ganze Ladung Gischt ab. Eine schöne Abkühlung, immerhin haben wir gegen 30 Grad. Am Nachmittag solls gar 34 Grad werden. Am Schluss laufen wir nach Hause. Wir brauchen kein Mittagessen. Daher kehren wir alleine zurück, ziehen die verschwitzen Kleider aus und legen uns schliesslich zum Entspannen an den Pool.
So lassen wir den heutigen Tag ausklingen bis wir dann gegen Abend zum letzten Apero gehen. Die Gruppe teilt sich auf. Die einen bleiben im Hotel wie wir zum Beispiel. Die anderen gehen auswärts Burger oder Pizza essen.
Und so wir es 18.00 Uhr und es geht auf die Hotelterrasse. Ein Rosé, ein paar Snacks, ein Wildschein im Garten. Was will man mehr?
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